Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Eindrücke aus dem Alltag

Gemeinsam leben und lernen

Unser Haus mit seinen verschiedenen kleineren und größeren Räumen bietet den Kindern viele Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Auf der einen Seite sind im Wochenplan Orte und Zeiten festgelegt -  was macht welche Gruppe wann und wo- und auf der anderen Seite gibt es viele Freiräume in denen die Kinder frei entscheiden können -  wann sie wo mit wem was spielen wollen.

Ein Wochenplan als Rahmen

Jede Entfaltung braucht ihren Rahmen und gute Bedingungen. Eine Ordnungsstruktur gibt Orientierung und Sicherheit. Wir haben in den vergangenen Jahren Verschiedenes erprobt und dabei Bewährtes beibehalten oder weiterentwickelt. Es ist uns wichtig, den Kindern durch gleichbleibende Strukturen Orientierung und Sicherheit zu geben, da sie sich bei uns in einem Haus und der Zuordnung zu verschiedenen Gruppen z.B. Kerngruppe, Morgenkreisgruppe, Tischgruppe zurechtfinden müssen.

Ein fester Wochenplan hat sich herauskristallisiert, denn er bietet allen Beteiligten Rhythmus, Verlässlichkeit und Überblick. Dank unserer langjährigen Erfahrung als Integrationskita haben wir uns angewöhnt, viele Dinge des Kita- Alltags visuell darzustellen. Im Eingangsbereich begrüßt die Kinder unser bunter Wochenplan. Dieser zeigt den Kindern, auch mit Piktogrammen, unabhängig vom Alter, Nationalität oder Behinderung wie sich ihr Vormittag gestaltet.In diesem Plan ist festgehalten wer was wann tut, mit wem und wo.

Die Freiheiten und Anforderungen des offenen Bereichs stärken die Kinder in ihren Fähigkeiten und helfen ihnen selbständiges, eigenverantwortliches und soziales Handeln zu erlernen.

Die Freispielzeit

Während eines Großteils der Woche können unsere Kinder selbst entscheiden in welchem Raum sie welche Angebote und Spielmöglichkeiten nutzen möchten. Sie haben die Möglichkeit den Raum und damit ihre Spiel- und Lernmaterialien frei zu wählen. Sie können entscheiden, mit welchen Kindern und Erzieherinnen sie in Kontakt sein möchten. Sympathie, Vertrauen und gemeinsame Interessen entscheiden darüber wer mit wem wie viel Zeit verbringt. Durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kinder, Spielideen und Bedürfnisse lernen die Kinder, miteinander zu verhandeln und zum Teil sehr gegensätzliche Anliegen aufeinander abzustimmen.

Es kommt zu neuen Gruppenkonstellationen und Freundschaften, die nicht alters- und gruppenabhängig sind. Wir Erzieher kennen auf diese Weise alle Kinder - und alle Kinder kennen uns.

Wir Erzieherinnen finden es wichtig, ausreichend Raum und Zeit für das freie Spiel zur Verfügung zu stellen. Wir passen die Räume und Materialien den Bedürfnissen der Kinder an. Und was machen wir Erzieherinnen, während die Kinder frei spielen?  Wir beobachten die Kinder, um herauszufinden, was sie brauchen, wie es ihnen geht und wer sie eigentlich sind. Wir unterstützen, leiten auch mal ein Spiel an und spielen natürlich mit. Denn Spielen macht das Leben begreifbar, anschaulich und nachfühlbar. Spielen zeigt uns, dass wir Spielräume haben, die wir nutzen und verändern können.

Wir bewegen uns gerne

Unser Tagesablauf ist von einem Wechsel von Ruhe und Bewegung geprägt, der sich auf das Wohlbefinden und Selbstbewusstsein der Kinder spürbar positiv auswirkt.

Unser Haus und der Garten bieten hier unterschiedliche Herausforderungen. Die Kinder haben täglich die Möglichkeit viele neue Erfahrungen im Bereich Sinneswahrnehmung, Geschicklichkeit, Ausdauer und Gleichgewicht zu machen, Neues auszuprobieren, oder bereits Erlerntes zu üben.

So ist z. B. der „Toberaum“ sehr beliebt. Dort gibt es verschiedene Klettermöglichkeiten, eine große Wackelscheibe, eine Rutsche kann aufgebaut werden und auch unsere Hängematte ist, als Ort der Entspannung, sehr begehrt. Mit den verschiedenen Matten bauen die Kinder Häuser und Höhlen, sie leben ihre Fantasien und Vorstellungen vom Leben aus, der Übergang zum Rollenspiel verläuft fließend.

Auch die anderen Räume sind voller Bewegungs- und Erprobungsmöglichkeiten. So haben wir zum Beispiel eine Hochebene, deren Treppe zu beobachten häufig eine wahre Freude ist. Viele Dinge werden dort jeden Tag von oben nach unten und wieder zurück transportiert. So tragen die Kinder oft mit großer Mühe das Puppengeschirr und diverse Matten in ihr ‚Hochversteck‘, um etwas abseits und außerhalb der direkten Sichtweise der anderen Kinder und Erzieherinnen zu spielen.

Auch das wöchentliche gezielte Angebot im „Saal“  ermöglicht den Kindern einen großen Bewegungsspielraum. Dort bieten wir  unterschiedliche Erfahrungsmöglichkeiten. Die Kinder haben die Möglichkeit verschiedene  Sportgeräte kennen zu lernen. Wir über Geschicklichkeit und Balancieren in dem verschiedene Bewegungslandschaften aufgebaut werden. Der Saal bietet auch den Platz für Ball- und Fangspiele sowie für Parcours  mit Rollbrettern, diese den Teamgeist und die Ausdauer  stärken und trainieren. Wir motivieren neues auszuprobieren und viel Spaß an Bewegung zu haben.

Wir gehen täglich in unseren Garten, in dem die Kinder ihrem Bewegungsdrang nachkommen und sich mit den Phänomenen des Wetters und der Jahreszeiten beschäftigen können. Verschiedene Fahrzeuge, Schaukeln und Wippelemente laden dazu ein, intensiv in Anspruch genommen zu werden. So sind immer wieder neue Bewegungserfahrungen, allein oder in spannenden Interaktionen mit anderen Kindern, möglich.

Wir basteln, hämmern, töpfern, backen und forschen

In unserem Kindergarten haben alle Kinder die Möglichkeit sich kreativ und handwerklich zu beschäftigen.

Räumlicher Mittelpunkt dieser Tätigkeit ist das Bastelzimmer, in dem die Kinder sich zum Malen, Basteln, Kleben und Schneiden zusammenfinden. Dabei sind der Kreativität der Kinder keine Grenzen gesetzt. Die für die Kinder frei zugänglichen Regale sind nicht nur mit unterschiedlichen Papieren, Farben und Papprollen gefüllt, sondern auch mit Naturmaterialien wie Kastanien, Eicheln und Blättern, die die Kinder auf Spaziergängen in der Umgebung gesammelt haben. Stolz wird von einem Kind ein Stück gefundenes Holz mit Papier umhüllt und als ein Geschenk weitergereicht, während ein anderes Kind sich mit den unterschiedlichen Techniken wie Kleben und Verschnüren vertraut macht.

All dies kann in einer der Gruppenzeiten oder aber in einer freien, vom Kind selbst gewählten Betätigung geschehen.

Erweitert wird das Atelier durch die angrenzende Tonwerkstatt, in der die Kinder nicht nur töpfern, sondern auch mit Materialien wie Holz arbeiteten können.

Sie hämmern, schmirgeln, sägen, schrauben und konstruieren, sie bauen aus alten Holzresten Piratenschiffe und die Besatzung aus Eisstielen steht auch rasch bereit. Diese handwerklichen Tätigkeiten fördern nicht nur die Fantasie, Fingerfertigkeit und Feinmotorik der Kinder, sondern stärken auch insgesamt ihren Muskeltonus und ihre Konzentrationsfähigkeit.

Bei unseren Experimenten, die ebenfalls in einem der unten liegenden Kitaräume angeboten werden, können die Kinder ihre ersten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse gewinnen. Sie erleben z. B. wie ein Ei unzerteilt durch einen schmalen Flaschenhals schlüpft. Wir gehen Fragen auf den Grund wie: „Warum kommen die Regenwürmer bei Regen aus der Erde?“ oder „Wie entsteht eigentlich ein Regenbogen?“ - immer angetrieben von der unerschöpflichen Neugier der kleinen Forscher.

Doch nicht nur im Atelier findet die Kreativität ihren Raum. Im Sandkasten bauen die Kinder großartige Sandburgen, graben gigantische Tunnel und denken sich parallel dazu die ungewöhnlichsten Geschichten aus. Hier werden gleichzeitig ganz verschiedene Ebenen angesprochen: taktile Reize, das Gefühl für Schwerkraft, Mengenlehre, Vorstellungs- und Gestaltungskraft, Architektur und Statik.

Wer von den Sandburgen und insbesondere von dem Genuss der Sandkuchen genug hat, kann sich bei besonderen Anlässen gemeinsam mit einer Erzieherin im Backen echter Kuchen versuchen. Das Fühlen, Riechen, Schmecken und Bearbeiten der verschiedenen Lebensmittel, das Messen und Wiegen und die Auseinandersetzung mit der gewünschten Konsistenz – all dies fließt in das sinnlich-handwerkliche Geschehen mit ein.

Abgesehen von der eher vergänglichen Kunst aus Sand und Teig stellen wir die anderen Kunstwerke, nämlich die von den Kindern gemalten, gebastelten oder gewerkelten Sachen in Schaukästen oder als Teil der Raumgestaltung aus, bevor sie mit nach Hause genommen werden können - um dort von Neuem gewürdigt zu werden.

Unser vornehmliches Anliegen bei den genannten schöpferischen Tätigkeiten ist es, die Kinder in ihrer natürlichen Kreativität und Gestaltungsfreude zu unterstützen und sie zu bestärken, ihre Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren. Wir geben ihnen gern die Möglichkeit, ihre noch grenzenlose Phantasie auf vielen unterschiedlichen Ebenen kreativ auszuleben.

Wir machen einen Ausflug

Einmal in der Woche gibt es für jede Kerngruppe einen festen Ausflugstag. Regelmäßig sind wir mit den Kindern in der Umgebung, in Parks, an Seen oder zu verschiedenen Spielplätzen unterwegs. Durch diese Ausflüge stärken und trainieren die Kinder ihre Ausdauer, ihren Umgang mit Unbekanntem und gewinnen viele neue Eindrücke über die Stadt in der sie leben.

An diesem Tag finden die unterschiedlichsten Sachen statt. Zum Beispiel eine Kiezerkundung:

Welche Spielplätze gibt es? Wo wohne ich? Wo ist der Bäcker um die Ecke?

Baustellen besichtigen, Museumsbesuche, den  Zoo oder Tierpark kennenlernen oder ein Theaterbesuch gehören ebenfalls dazu.

Bei  jedem Ausflug steht  auch die Verkehrserziehung im Fokus: Wie verhalte ich mich im Straßenverkehr, wie nehme ich Rücksicht auf andere, was bedeuten Verkehrszeichen?

Eine schöne Tradition in unserer Kita sind die Frühstücksbesuche geworden. Was muss man sich darunter vorstellen?

Die Familien laden die Kinder ihrer jeweiligen Kerngruppe an einem Vormittag zu sich nach Hause ein. Das Gastgeberkind zeigt uns nicht nur sein Kinderzimmer, sondern wir können eventuell auch Besonderheiten seiner Familienkultur erschnuppern und die Wohnumgebung kennen lernen. Haben sich Kinder schon mal als kleinere Gruppe gegenseitig besucht, ist "das Eis gebrochen" und es ist leichter sich außerhalb der Kita zu verabreden.

Für Eltern ist es auch eine gute Gelegenheit andere Kinder, Freunde ihrer Kinder, besser kennen zu lernen.

Kontakt

Kita Fregestr.
Fregestraße 53
12161 Berlin
Standort / BVG Fahrinfo

Tel 85 98 66-20 /-22
Fax 85 98 66-98
E-Mail senden

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 7.30 bis 17.00 Uhr

Sprechzeiten
neu ab August 2018
Donnerstag 10.00 bis 13.00 Uhr und nach Vereinbarung


Leitung
Magdalene Giese


Stellvertrende Leiterin
Stephanie Hoppert

Kita Aktuell

 

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